Korrosionsschutz
Korrosionsschutz umfasst alle Maßnahmen, die Gehäuse, Halterungen und Schrauben von Leuchten vor Rost und chemischem Angriff schützen – etwa geeignete Werkstoffe, Pulverbeschichtung, Eloxierung oder Feuerverzinkung.
Wie viel Schutz nötig ist, hängt von der Umgebung ab. DIN EN ISO 12944-2 und DIN EN ISO 9223 teilen die Atmosphäre in Korrosivitätskategorien ein, von C1 (beheizte, trockene Innenräume) bis C5 (Industrie- und Küstenatmosphäre mit hoher Belastung) sowie CX für extreme Bedingungen. Kritisch für Leuchten sind zum Beispiel:
- Ställe mit Ammoniak und Lebensmittelbetriebe mit häufiger Nassreinigung
- Hallenbäder mit chlorhaltiger Luft
- Küstennähe sowie Streusalz an Straßen, in Parkhäusern und an Masten
- Chemiebetriebe, Galvanik und Kläranlagen
Bewährt sind Gehäuse aus pulverbeschichtetem Aluminium oder Polycarbonat, Befestigungsteile aus Edelstahl (in salzhaltiger Luft mindestens V4A) und feuerverzinkter Stahl für Masten und Ausleger. Beschichtungen werden oft im Salzsprühnebeltest nach DIN EN ISO 9227 geprüft; Angaben in Stunden sind nur bei gleichem Prüfverfahren vergleichbar.
Tipp: Korrosion beginnt oft an Schnittkanten, beschädigten Beschichtungen und Kontaktstellen verschiedener Metalle. Achten Sie neben dem Gehäuse auf korrosionsbeständige Schrauben und Kabelverschraubungen sowie eine passende IP-Schutzart. Weitere Kriterien für draußen nennt der Ratgeber LED-Außenleuchten auswählen.
