Edelstahl
Edelstahl ist nichtrostender Stahl mit mindestens 10,5 % Chrom. Bei Leuchten wird er für Gehäuse, Schrauben, Klammern und Seile eingesetzt, die Feuchtigkeit, Reinigung oder Salz ausgesetzt sind.
Das Chrom bildet an der Oberfläche eine dünne Passivschicht, die den Stahl vor Rost schützt. Für Leuchten sind zwei Sorten wichtig:
- V2A (Werkstoff 1.4301, international AISI 304): für Innenräume und normale Außenbereiche,
- V4A (1.4401 oder 1.4404, AISI 316): mit Molybdän legiert und beständiger gegen Chloride – für Küstennähe, Streusalz sowie Lebensmittel- und Chemiebetriebe.
Edelstahl findet sich etwa bei Bodeneinbaustrahlern, Poolscheinwerfern oder den Spannklammern von Feuchtraumleuchten. „Rostfrei“ heißt aber nicht unverwüstlich: Eisenabrieb von Werkzeugen, Chloride und enge Spalten können auch Edelstahl angreifen. Für tragende Befestigungen in der Luft von Hallenbädern reicht selbst V4A nicht; dort sind höher legierte Sonderstähle erforderlich.
Praxistipp: Steht in den Produktangaben Edelstahl, prüfen Sie, ob nur das Gehäuse oder auch Schrauben und Klammern daraus bestehen – schon ein einzelnes Stahlteil kann rosten und Spuren hinterlassen. Mehr dazu unter Korrosionsschutz und im Ratgeber LED-Außenleuchten auswählen.
