HF-Sensor

Ein HF-Sensor (Hochfrequenz-, Radar- oder Mikrowellensensor) ist ein Bewegungsmelder, der schwache elektromagnetische Wellen aussendet und Bewegungen am veränderten Echo erkennt. Er kann unsichtbar in der Leuchte sitzen.

Der Sensor nutzt den Doppler-Effekt und arbeitet in Leuchten meist bei 5,8 GHz. Seine Sendeleistung ist sehr gering, weit unter der eines Mobiltelefons.

Vorteile gegenüber einem PIR-Bewegungsmelder:

  • erfasst auch kleine Bewegungen und Personen, die direkt auf den Sensor zugehen,
  • arbeitet unabhängig von der Umgebungstemperatur,
  • wirkt auch durch Glas, Kunststoff und dünne Wände aus Holz oder Gipskarton hindurch – gut geeignet für Leuchten mit geschlossener Abdeckung, etwa Feuchtraum- und Deckenleuchten.

Die Kehrseite: Weil die Wellen Türen und dünne Wände durchdringen, kann der Sensor auf Bewegungen im Nachbarraum oder auf dem Gehweg reagieren. Stellen Sie die Reichweite deshalb nur so groß wie nötig ein. Metall schirmt die Wellen ab, bewegte Gegenstände wie Ventilatoren können Fehlschaltungen auslösen, und zwei HF-Sensoren sollten nicht zu dicht nebeneinander montiert werden.

In den Produktdaten erkennen Sie die Technik an Angaben wie HF, Mikrowelle oder Radar, etwa beim Sensortyp oder in der Produktbeschreibung. Was Winkel und Reichweite bedeuten, erklärt der Eintrag Erfassungsbereich. Wie viel Energie Sensorleuchten sparen, rechnet der Ratgeber Sensorleuchten mit LED vor.