Einzelbatterie- und Zentralbatteriesystem

Einzelbatterie- und Zentralbatteriesystem sind zwei Grundformen der Stromversorgung von Sicherheitsbeleuchtung: Beim Einzelbatteriesystem hat jede Notleuchte einen eigenen Akku, beim Zentralbatteriesystem versorgt eine Batterieanlage alle Leuchten.

  • Einzelbatteriesystem: Akku, Ladeelektronik und Umschaltung sitzen in jeder Leuchte. Die Leuchten werden ungeschaltet am Stromkreis der Allgemeinbeleuchtung des jeweiligen Bereichs angeschlossen und schalten so auch bei einem örtlichen Ausfall ein. Vorteile: einfache Installation, kein Batterieraum, leicht erweiterbar. Nachteile: Prüfung und Akkutausch an jeder einzelnen Leuchte, empfindlicher bei Kälte und Hitze.
  • Zentralbatteriesystem: Eine Anlage nach DIN EN 50171 in einem eigenen, brandschutztechnisch abgetrennten Raum versorgt die Leuchten über ein eigenes Leitungsnetz, das im Brandfall eine festgelegte Zeit funktionsfähig bleiben muss. Vorteile: zentrale Überwachung und Wartung, langlebige Batterien, Leuchten ohne eigenen Akku. Nachteile: höhere Anfangskosten und aufwendigere Verkabelung.
  • Gruppenbatteriesystem: eine kleinere Zentrale mit begrenzter Leistung für einzelne Gebäudeabschnitte.

Welche Lösung wirtschaftlich ist, hängt von Gebäudegröße, Zahl der Leuchten und Prüfaufwand ab: Für kleinere Objekte sind Einzelbatterieleuchten meist günstiger, bei großen Gebäuden lohnt der Vergleich mit einer Zentralanlage. Unabhängig vom System gelten dieselben Anforderungen an die Sicherheitsbeleuchtung. Mehr zu Akkutypen unter Akku und im Ratgeber Einzelbatterieleuchten auf LED umrüsten.