Adressierbare LED
Adressierbare LEDs (Pixel-LEDs) haben je LED oder Segment einen eigenen Steuerchip. Jeder Lichtpunkt lässt sich einzeln in Farbe und Helligkeit ansteuern – für Lauflichter, Animationen und Medienfassaden.
Bei einem normalen RGB-LED-Streifen leuchtet der ganze Abschnitt in derselben Farbe. Bei adressierbaren Streifen läuft dagegen ein digitales Datensignal von Chip zu Chip. Verbreitete Typen sind WS2812B (RGB, 5 V) und SK6812 (häufig als RGBW). Daneben gibt es 12- und 24-V-Varianten, bei denen ein Chip mehrere LEDs als Segment steuert.
Angesteuert werden Pixel-LEDs von einem Pixel-Controller oder über DMX und Art-Net. Ein DMX-Universum hat 512 Kanäle und reicht damit für 170 RGB-Pixel.
Nicht verwechseln: In der Gebäudetechnik heißen Leuchten „adressierbar“, wenn sie einzeln über DALI angesprochen werden. Mit Pixel-LEDs hat das nichts zu tun.
Praxistipps:
- Das Datensignal läuft nur in Pfeilrichtung vom Eingang zum Ausgang des Streifens.
- Bei 5 V fällt die Spannung schnell ab; speisen Sie längere Streifen mehrfach ein.
- Halten Sie die Datenleitung zum ersten Pixel kurz oder setzen Sie einen Signalverstärker ein.
Beispiele für farbige Effektbeleuchtung zeigt der Ratgeber Farbige Beleuchtung auf LED umrüsten.
