Vertikale Beleuchtungsstärke

Die vertikale Beleuchtungsstärke (Ev) beschreibt das Licht, das auf eine senkrechte Fläche fällt – etwa auf Gesichter, Regalfronten, Tafeln oder Wände. Sie entscheidet, wie gut Personen, Waren und Schrift erkennbar sind.

Normen und Lichtberechnungen nennen meist die horizontale Beleuchtungsstärke auf Boden oder Arbeitsfläche. Viele Sehaufgaben liegen aber in der Senkrechten. Ein Raum kann am Boden 500 lx erreichen und trotzdem dunkle Wände und schlecht erkennbare Gesichter haben.

Wichtig ist sie zum Beispiel hier:

  • Schule: Die Tafel braucht eigenes Licht, das auf die senkrechte Fläche gerichtet ist.
  • Lager und Handel: Etiketten und Waren in Regalen müssen lesbar sein, auch in den unteren Fächern.
  • Sport: Spieler müssen den Ball in der Luft sehen; für Fernsehübertragungen gelten zusätzliche Vertikalwerte in Richtung der Kameras.
  • Kommunikation: DIN EN 12464-1 bewertet die Erkennbarkeit von Gesichtern über die zylindrische Beleuchtungsstärke.

Leuchten mit breiter oder asymmetrischer Lichtverteilung bringen mehr Licht auf senkrechte Flächen als eng strahlende Hallenstrahler. Ein Beispiel zeigt die Lichtstudie Klassenzimmer mit 562 Lux: Warum die Tafel extra Licht braucht. Den Grundbegriff erklärt der Eintrag Beleuchtungsstärke.