Ballwurfsicherheit
Ballwurfsicherheit bedeutet, dass eine Leuchte samt Befestigung Ballwürfen standhält, ohne sich zu lösen oder Teile zu verlieren. Geprüft wird sie nach DIN 18032-3; in Sport- und Turnhallen wird sie für Leuchten gefordert.
Bei der Prüfung wird die Leuchte in ihrer Einbausituation wiederholt mit Bällen aus verschiedenen Richtungen getroffen. Bestanden ist der Test, wenn sich weder die Leuchte noch Teile wie Abdeckung, Gitter oder Optik lösen oder herabfallen. Das Ergebnis gilt nur für die geprüfte Kombination aus Leuchte, Zubehör und Befestigung.
- Ein hoher IK-Wert nach DIN EN 62262 belegt die Stoßfestigkeit gegen einen definierten Schlag, ersetzt aber nicht den Ballwurfnachweis – siehe IK-Stoßfestigkeit.
- Auch die IP-Schutzart sagt nichts über die Ballwurfsicherheit aus.
- Für manche Leuchten gibt es ein Ballschutzgitter als Zubehör. Ballwurfsicher ist dann nur die geprüfte Kombination aus Leuchte und Gitter. Das Gitter kostet etwas Licht und gehört in die Lichtberechnung.
Tipp: Verlangen Sie für Sporthallen eine Herstellerbestätigung oder ein Prüfzeugnis nach DIN 18032-3 und montieren Sie genau die geprüften Halter. Sichern Sie abgehängte Leuchten zusätzlich mit einem Sicherungsseil gegen Absturz. Welche Beleuchtungsstärke die Halle braucht, regelt die DIN EN 12193; Planungshinweise gibt der Ratgeber Sporthalle beleuchten.
